Gesundheitsfragebogen für die Zusatzkrankenversicherung in Luxemburg: alles Wissenswerte 2026

In Luxemburg verlangen alle privaten Krankenversicherer (DKV, Foyer, AXA, Baloise) vor dem Abschluss einer individuellen Zusatzkrankenversicherung einen Gesundheitsfragebogen. Dieses Dokument bewertet Ihren Gesundheitszustand, Ihre Krankengeschichte und laufenden Behandlungen und entscheidet, ob Ihr Antrag angenommen, abgelehnt oder mit einem Risikozuschlag versehen wird. Die CMCM (Caisse Médico-Complémentaire Mutualiste) ist die einzige Einrichtung in Luxemburg, die niemals einen Gesundheitsfragebogen verlangt und alle Bewerber akzeptiert – auch Personen mit chronischen Erkrankungen.

Sie suchen die beste Zusatzkrankenversicherung in Luxemburg? Vergleichen Sie DKV, Foyer, AXA und CMCM in wenigen Minuten.

Krankenversicherungen vergleichen →

Zweck und Pflicht des Gesundheitsfragebogens

Der Gesundheitsfragebogen (oder die Gesundheitserklärung) ist ein Dokument, das private Krankenversicherer in Luxemburg verwenden, um das medizinische Risiko eines Antragstellers vor der Annahme oder Ablehnung seines Antrags zu bewerten. Anders als im französischen System, wo Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit nach dem Solidaritätsprinzip funktionieren (alle Profile werden ohne medizinische Auswahl angenommen), wendet Luxemburg für private Krankenversicherungen ein System der medizinischen Risikoprüfung an. Nur die CMCM arbeitet nach dem Gegenseitigkeitsprinzip – ganz ohne Fragebogen.

Der Gesundheitsfragebogen ist bei allen privaten Krankenversicherern für Einzelverträge obligatorisch. Sie können keine Zusatzkrankenversicherung bei DKV Luxembourg, Foyer, AXA oder Baloise abschließen, ohne dieses Dokument auszufüllen. Der Versicherer nutzt es, um Antragsteller mit einem hohen Gesundheitsrisiko zu identifizieren und deren Antrag abzulehnen, einen Risikozuschlag (eine Erhöhung der monatlichen Prämie) anzuwenden oder bestimmte Leistungen im Zusammenhang mit der erklärten Erkrankung auszuschließen.

Mögliche Ausnahmen vom Gesundheitsfragebogen. In bestimmten Situationen können Sie bei privaten Versicherern davon befreit sein: bei betrieblichen Gruppenverträgen (vom Arbeitgeber für alle Mitarbeiter abgeschlossen, in der Regel ohne individuelle Gesundheitsprüfung), bei der Aufnahme eines Neugeborenen bei DKV innerhalb von 2 Monaten nach der Geburt sowie bei beruflichen Gruppenverträgen (Anwaltskammern, Berufsverbände, Vereine — Beitritt ohne Fragebogen während eines begrenzten Aufnahmezeitraums). Die Bedingung einer gleichwertigen Vorversicherung bei DKV kann ebenfalls in bestimmten Fällen den Fragebogen bei einem Versichererwechsel entfallen lassen.

Versicherer Gesundheitsfragebogen? Ablehnungen möglich? Risikozuschläge möglich?
DKV Luxembourg ✅ JA (Pflicht) ✅ JA ✅ JA
Foyer ✅ JA (Pflicht) ✅ JA ✅ JA
AXA Luxembourg ✅ JA (Pflicht) ✅ JA ✅ JA
Baloise ✅ JA (Pflicht) ✅ JA ✅ JA
CMCM
Régime Commun + PrestaPlus
❌ NIE ❌ NEIN (garantierte Aufnahme) ❌ NEIN (Solidartarif — unabhängig vom Gesundheitszustand)
DKV — Neugeborenes <2 Monate ❌ NEIN (Ausnahme) ❌ NEIN ❌ NEIN
Betriebliche Gruppenverträge ❌ NEIN (je nach Vertrag) ❌ NEIN ❌ NEIN

Quellen: offizielle Versicherer-Websites, Allgemeine Versicherungsbedingungen — Daten geprüft Juni 2026.

Unbedingte Wahrheitspflicht. Der Gesundheitsfragebogen ist eine eidesstattliche Erklärung. Jede vorsätzliche Auslassung oder Falschangabe kann zur rückwirkenden Kündigung des Vertrags, zur Rückforderung bereits erbrachter Leistungen und zu rechtlichen Schritten wegen vorsätzlicher Falschangabe führen. Versicherer prüfen die gemachten Angaben bei bedeutenden Erstattungsanträgen. Wenn Sie an einer Erkrankung leiden, erklären Sie diese und akzeptieren Sie den vorgeschlagenen Zuschlag — oder wählen Sie die CMCM, die Sie ohne Fragebogen aufnimmt.

Der Gesundheitsfragebogen schützt den Versicherer vor dem Phänomen der Negativauslese: Wenn jeder ohne Fragebogen versichert werden könnte und sich erst im Krankheitsfall anmelden würde, wäre das System wirtschaftlich nicht tragfähig. Die CMCM begegnet diesem Risiko durch zwei Mechanismen: Wartezeiten (3 Monate bei der Erstmitgliedschaft; bei Wiederaufnahme: 12 Monate für den Régime Commun und PrestaPlus, 36 Monate für Denta & OptiPlus — es sei denn, Sie legen eine Bescheinigung über die Mitgliedschaft bei einer anderen Versicherung vor, in diesem Fall gilt keine Wartezeit) und eine solidarische Tarifgestaltung, bei der jeder unabhängig von seinem Gesundheitszustand denselben Beitrag zahlt.

Was enthält ein Gesundheitsfragebogen für die Krankenversicherung?

Ein Gesundheitsfragebogen für eine luxemburgische Zusatzkrankenversicherung enthält in der Regel 20 bis 40 Fragen zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand, Ihrer Krankengeschichte, laufenden Behandlungen, kürzlichen Krankenhausaufenthalten und Lebensgewohnheiten. Die abgefragten Informationen sind in mehrere Kategorien gegliedert: allgemeine Angaben (Größe, Gewicht, Rauchen), aktuelle diagnostizierte Erkrankungen, laufende medizinische Behandlungen, kürzliche Krankenhausaufenthalte und chirurgische Eingriffe, längere Arbeitsunfähigkeit sowie familiäre Krankengeschichte.

📊 Allgemeine Angaben

Der Versicherer berechnet Ihren Body-Mass-Index (BMI = Gewicht in kg / Körpergröße in m²). Ein BMI über 30 (Adipositas) kann zu einem Risikozuschlag führen. Rauchen: rauchen Sie derzeit? wie viele Zigaretten pro Tag? seit wie vielen Jahren? Regelmäßige Raucher zahlen in der Regel einen Prämienzuschlag, da sie ein erhöhtes Herz-Kreislauf- und Krebsrisiko tragen. Einige Versicherer fragen auch nach der Ausübung von Risikosportarten (Gleitschirmfliegen, Bergsteigen, Tieftauchen).

🏥 Kürzliche Krankenhausaufenthalte

Waren Sie in den letzten 5 Jahren im Krankenhaus? Falls ja: aus welchem Grund, wie lange und welcher Eingriff wurde durchgeführt? Der Versicherer möchte schwerwiegende aktuelle Erkrankungen erkennen. Eine unkomplizierte Blinddarmoperation vor 3 Jahren hat keine Auswirkungen. Ein Herzinfarkt vor 2 Jahren führt wahrscheinlich zu einer Ablehnung oder einem erheblichen Zuschlag. Geplante Eingriffe: ist in den nächsten 12 Monaten eine Operation vorgesehen? Der Versicherer kann für diesen Eingriff eine spezifische Wartezeit anwenden.

💊 Dauerbehandlungen

Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein? Der Versicherer möchte Behandlungen erkennen, die auf schwere oder kostspielige Erkrankungen hinweisen: Insulin (Diabetes), Blutverdünner (Vorhofflimmern, Thrombose), Langzeit-Kortikosteroide (Autoimmunerkrankungen, schweres Asthma), Biologika (rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn). Listen Sie Ihre Medikamente vollständig auf und geben Sie den genauen Namen, die Dosierung und den Verschreibungsgrund an.

🧬 Familienanamnese

Einige Versicherer fragen nach der Krankengeschichte Ihrer direkten Verwandten und Geschwister: Krebs vor dem 50. Lebensjahr, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor dem 55. Lebensjahr, Typ-1-Diabetes, frühzeitige Alzheimer-Erkrankung. Diese Vorgeschichte führt in der Regel nicht zu einer direkten Ablehnung (Sie selbst sind nicht erkrankt), kann aber eine spezifische Wartezeit für bestimmte Leistungen rechtfertigen. Ausschlaggebend für die Entscheidung des Versicherers sind vor allem Ihre eigenen diagnostizierten Erkrankungen.

Typischerweise abgefragte Erkrankungen. Der Fragebogen wird fragen, ob Sie derzeit wegen folgender Erkrankungen in Behandlung sind: Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Arrhythmie), chronische Atemwegserkrankungen (Asthma, COPD), Autoimmunerkrankungen (rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn, Lupus), Krebs oder Tumor (auch in Remission), psychiatrische Erkrankungen (schwere Depression, bipolare Störung), neurologische Erkrankungen (Epilepsie, Multiple Sklerose), Nieren- oder Leberinsuffizienz, HIV. Für jede angegebene Erkrankung müssen Sie das Diagnosedatum, die laufenden Behandlungen und den aktuellen Status (stabil, fortschreitend, in Remission) angeben.

Häufig versehentlich vergessene Erkrankungen. Mehrere chronische Erkrankungen werden oft nicht angegeben, weil sie als „harmlos » oder „gut kontrolliert » gelten. Sie müssen angeben: behandelten Bluthochdruck – auch wenn er perfekt eingestellt ist, erhöhten Cholesterinspiegel unter Statinen (z.B. Tahor, Crestor), Hypothyreose unter Levothyrox, Depression oder Angststörung unter Antidepressiva – auch wenn sie schon lange zurückliegt und stabil ist, selbst leichtes Asthma mit gelegentlicher Verwendung eines Bronchodilatators. Diese Erkrankungen sind Risikoindikatoren für den Versicherer. Im Zweifelsfall angeben — ein moderater Zuschlag ist weit vorzuziehen gegenüber einer Vertragskündigung wegen Falschangaben.

DKV, Foyer, AXA, Baloise: wer verlangt einen Gesundheitsfragebogen?

Alle privaten Krankenversicherer in Luxemburg verlangen für Einzelverträge einen Gesundheitsfragebogen. DKV Luxembourg bietet mehrere Zusatzkrankenversicherungstarife an (darunter EASY HEALTH, PLUS HEALTH und COMPACT HEALTH) und verlangt dafür einen detaillierten Gesundheitsfragebogen, der alle Erkrankungen, Behandlungen, Krankenhausaufenthalte und die Familienanamnese abdeckt. DKV ist für eine strenge medizinische Risikoprüfung bekannt, die bei Antragstellern mit schwerwiegenden chronischen Erkrankungen oder kürzlichen onkologischen oder kardiovaskulären Vorerkrankungen zu Ablehnungen führen kann. Bei mäßigem Risikoprofil (behandelter Bluthochdruck, Cholesterin, aktives Rauchen) werden häufig Risikozuschläge angewendet.

Foyer verlangt ebenfalls einen Gesundheitsfragebogen für seine Zusatzkrankenversicherungstarife. Der Inhalt ist ähnlich wie bei DKV (Erkrankungen, Behandlungen, Krankenhausaufenthalte) und die Risikoprüfung ist vergleichbar. Foyer wirbt insbesondere mit seinem elektronischen Übertragungssystem Novamut für Grenzgänger, das die administrative Abwicklung von Erstattungen zwischen Luxemburg und Frankreich erleichtert, hat aber keinerlei Auswirkungen auf die Risikoprüfung beim Vertragsabschluss. AXA Luxembourg und Baloise verwenden ebenfalls Gesundheitsfragebögen für ihre individuellen Zusatzkrankenversicherungstarife, mit einer Risikoprüfung, die der ihrer Mitbewerber vergleichbar ist.

Der Abschlussprozess bei privaten Versicherern verläuft in der Regel nach diesen Schritten: (1) Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens bei der Angebotsanfrage; (2) Prüfung der Unterlagen durch den medizinischen Dienst des Versicherers; (3) Entscheidung per Post oder E-Mail: Standardannahme (Normaltarif), Annahme mit Risikozuschlag (den Sie akzeptieren oder ablehnen können), Annahme mit Ausschluss einer bestimmten Leistung oder Ablehnung. Die Antwortzeit beträgt in der Regel 5 bis 15 Werktage. Im Falle einer Ablehnung ist der Versicherer nicht verpflichtet, seine Entscheidung medizinisch zu begründen (Schutz von Gesundheitsdaten).

Zusatzkrankenversicherungen in Luxemburg vergleichen

Finden Sie den Schutz, der zu Ihrem Gesundheitsprofil passt: DKV, Foyer, AXA und CMCM in wenigen Minuten. Unsere Experten helfen Ihnen – auch wenn Sie Vorerkrankungen haben.

Angebote anfordern →

CMCM: die einzige Option ohne Gesundheitsfragebogen

Die CMCM (Caisse Médico-Complémentaire Mutualiste) ist die einzige Einrichtung in Luxemburg, die nach dem Prinzip der Solidarität ohne medizinische Auswahl arbeitet. Sie verlangt niemals einen Gesundheitsfragebogen, unabhängig von Ihrer Erkrankung, Ihrem Alter oder Ihrer Krankengeschichte. Diabetes, Krebs, Autoimmunerkrankung, Niereninsuffizienz, kardiovaskuläre Vorerkrankungen — die CMCM nimmt alle Profile auf, ohne Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand zu stellen. Sie ist der einzige Krankenversicherer in Luxemburg, der eine 100%ige Aufnahme aller Antragsteller garantiert.

Die CMCM gleicht das Fehlen einer medizinischen Auswahl durch zwei Hauptmechanismen aus. Solidarische Tarifgestaltung: alle zahlen für das gewählte Modul denselben Beitrag, unabhängig vom Gesundheitszustand — ein Diabetiker und eine völlig gesunde Person zahlen für dieselbe Deckung exakt denselben monatlichen Beitrag. Wartezeiten: 3 Monate bei der Erstmitgliedschaft (um zu verhindern, dass man nur im Notfall beitritt); bei einer Wiederaufnahme nach Kündigung beträgt die Wartezeit 12 Monate für den Régime Commun und PrestaPlus sowie 36 Monate für Denta & OptiPlus. Wichtige Ausnahme: wenn Sie eine Bescheinigung vorlegen, dass Sie zum Zeitpunkt Ihres Antrags Mitglied bei einer anderen Gegenseitigkeitsversicherung oder einem anderen Versicherer waren, nimmt die CMCM Sie ohne jegliche Wartezeit wieder auf. Diese Wartezeiten sind das Gegenstück zum Fehlen einer medizinischen Auswahl.

Private Versicherer (DKV, Foyer, AXA…)

Strenge Risikoprüfung
  • Gesundheitsfragebogen obligatorisch (20–40 Fragen)
  • Prüfung durch einen medizinischen Berater
  • Ablehnungen möglich bei schweren Erkrankungen
  • Risikozuschläge möglich je nach Gesundheitsprofil
  • Leistungsausschlüsse möglich
  • Individuelle Tarifgestaltung nach Gesundheitszustand
  • Nicht zugänglich bei schwerer chronischer Erkrankung
  • Allgemein umfangreichere Leistungen (Optik, Krankenhaus, Zahn)
VS

CMCM (Gegenseitigkeitsversicherung)

Solidarität ohne Auswahl
  • Kein Gesundheitsfragebogen — niemals
  • 100% garantierte Aufnahme aller Profile
  • Keine Ablehnung, unabhängig von der Erkrankung
  • Kein gesundheitsbedingter Risikozuschlag
  • Keine Leistungsausschlüsse
  • Solidartarif — identisch unabhängig vom Gesundheitszustand
  • Wartezeiten (3 Monate Erstmitgliedschaft; 12 Monate Wiederaufnahme Régime Commun/PrestaPlus; 36 Monate Denta & OptiPlus; 0 mit Bescheinigung Konkurrenzversicherer)
  • Jährliche Erstattungsobergrenzen je Modul
Unsere Einschätzung: wenn Sie bei guter Gesundheit sind, können private Versicherer vorteilhafte Leistungen bieten. Sobald Sie jedoch an einer chronischen Erkrankung leiden (Diabetes, Bluthochdruck, Hypothyreose, onkologische oder kardiovaskuläre Vorerkrankungen), riskieren Sie eine Ablehnung oder einen erheblichen Zuschlag bei privaten Versicherern. Die CMCM wird dann Ihre einzige tragfähige Option — und langfristig oft die günstigste.

Die CMCM bietet mehrere Deckungsebenen an, alle ohne Gesundheitsfragebogen. Der Régime Commun (das obligatorische Basismodul) deckt unter anderem den persönlichen Eigenanteil bei einem Krankenhausaufenthalt, ambulante Kosten (Ärzte, Medikamente) bis zu einer Jahresobergrenze von 2.500 € sowie die CMCM-Assistance (internationaler medizinischer Notruf 24/7, unbegrenzte Rückführung, Reiserücktritt). Das Modul PrestaPlus verbessert den Krankenhausschutz (Einzelzimmer, Honorarzuschläge für Erstklassbehandlungen) und fügt Leistungen der Präventivmedizin hinzu. Das Modul Denta & OptiPlus deckt erweiterte Zahn- und Sehkosten (Prothesen, Implantate, Kieferorthopädie, Brillen, Linsen, refraktive Chirurgie). Diese Module können nach Bedarf kombiniert werden, ohne jemals einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen zu müssen.

Die CMCM-Falle, die Sie vermeiden sollten. Wenn Sie früher CMCM-Mitglied waren, dann gekündigt haben, um zu einem privaten Versicherer zu wechseln, und nun zur CMCM zurückkehren möchten (z.B. nach einer Ablehnung bei DKV), nimmt die CMCM Sie immer auf — ohne Gesundheitsfragebogen. Es gilt jedoch eine Wartezeit bei der Wiederaufnahme: 12 Monate für den Régime Commun und PrestaPlus, 36 Monate für Denta & OptiPlus. Ausnahme: wenn Sie zum Zeitpunkt der erneuten Beantragung noch bei einem anderen Versicherer versichert sind und dies nachweisen können (Bescheinigung des Konkurrenzversicherers), erfolgt die Wiederaufnahme ohne Wartezeit. Das ist keine Strafe — es ist der Schutz des Gegenseitigkeitssystems gegen opportunistisches Hin-und-Herwechseln. Goldene Regel: wenn Sie einmal bei der CMCM sind, verlassen Sie diese nicht, wenn Sie Erkrankungen oder eine Krankengeschichte haben, auch wenn sie geringfügig ist.

Was tun bei Ablehnung?

Wenn DKV, Foyer, AXA oder Baloise Ihren Antrag nach Prüfung Ihres Gesundheitsfragebogens ablehnt, erhalten Sie eine Ablehnungsbenachrichtigung, die besagt, dass der Versicherer Ihren Antrag nicht weiterbearbeiten kann. Der Versicherer ist nicht verpflichtet, die medizinischen Gründe für die Ablehnung genau zu begründen (Arztgeheimnis, Schutz von Gesundheitsdaten). Dann haben Sie vier Hauptoptionen.

⚠️ Option 2: einen anderen privaten Versicherer versuchen

Wenn Ihre Erkrankung moderat ist (kontrollierter Bluthochdruck, Cholesterin unter Statinen, ausgeglichene Hypothyreose, leichtes Asthma), kann ein Versicherer annehmen, was ein anderer abgelehnt hat. Die Auswahlkriterien variieren leicht von Versicherer zu Versicherer. Jede Antragstellung erstellt jedoch ein Protokoll und vervielfacht den Verwaltungsaufwand. Unsere Empfehlung: versuchen Sie nach einer ersten Ablehnung höchstens einen weiteren Versicherer und wählen Sie dann die CMCM, wenn Sie eine zweite Ablehnung erhalten.

❌ Option 3 (nicht empfohlen): ohne Zusatzversicherung bleiben

Sich allein auf die CNS zu verlassen setzt Sie in Luxemburg erheblichen Eigenkosten aus: Zahnprothesen für mehrere hundert bis mehrere tausend Euro, Einzelzimmer im Krankenhaus, Gleitsichtbrillen, Laserchirurgie. Langfristig stellt das Fehlen einer Zusatzversicherung eine erhebliche finanzielle Belastung dar — im schlimmsten Moment, wenn Sie krank sind. Schließen Sie immer eine CMCM-Versicherung ab, auch wenn Sie von privaten Versicherern abgelehnt wurden — genau für dieses Profil existiert die CMCM.

📋 Option 4: eine Überprüfung beantragen

Wenn Sie die Ablehnung für ungerechtfertigt halten (alte, vollständig geheilte Erkrankung, geringfügige Vorgeschichte vor mehr als 10 Jahren), können Sie eine Überprüfung beantragen, indem Sie zusätzliche medizinische Unterlagen vorlegen: Bescheinigung Ihres Hausarztes, die das Fehlen einer aktiven Erkrankung bestätigt, aktuelle normale Analyseergebnisse, Bescheinigung über vollständige Remission. Der Versicherer kann dann seine Entscheidung überdenken. Dieser Schritt ist nur bei Grenzfällen sinnvoll — bei einer aktiven chronischen Erkrankung hat er keine realistische Erfolgsaussicht.

Risikozuschläge und Ausschlüsse: wie funktioniert das?

Wenn ein privater Versicherer Ihren Antrag trotz einer oder mehrerer angegebener Erkrankungen annimmt, kann er einen Risikozuschlag (eine prozentuale Erhöhung der monatlichen Standardprämie) oder Leistungsausschlüsse (bestimmte angegebene Erkrankungen werden nicht gedeckt) anwenden. Ein Zuschlag von +30 % bedeutet: wenn der Standardtarif für Ihr Alter 80 €/Monat beträgt, zahlen Sie 104 €/Monat. Zuschläge variieren von +10 % bis +100 %, je nach Schwere und voraussichtlichen Kosten der Erkrankung. Die genauen Beträge werden vom medizinischen Berater des Versicherers von Fall zu Fall bestimmt — die nachstehenden Zahlen sind Richtwerte auf Basis von Praxiserfahrungen.

Angegebene Erkrankung Wahrscheinliche Entscheidung Richtwert Zuschlag CMCM-Alternative
Kontrollierter Bluthochdruck
Ein Medikament, normaler Blutdruck
Annahme mit geringem Zuschlag +10–20 % Annahme ohne Zuschlag
Erhöhter Cholesterinspiegel unter Statinen Annahme mit geringem Zuschlag +10–15 % Annahme ohne Zuschlag
Ausgeglichene Hypothyreose unter Levothyrox Annahme mit minimalem Zuschlag +5–10 % Annahme ohne Zuschlag
Leichtes gelegentliches Asthma Annahme mit moderatem Zuschlag +15–25 % Annahme ohne Zuschlag
Übergewicht (BMI 30–35) Annahme mit Zuschlag +15–30 % Annahme ohne Zuschlag
Aktives Rauchen (>10 Zigaretten/Tag) Annahme mit Zuschlag +20–40 % Annahme ohne Zuschlag
Nicht insulinabhängiger Typ-2-Diabetes
Gut kontrolliert (HbA1c < 7 %)
Hoher Zuschlag oder Ablehnung +40–70 % oder Ablehnung Annahme ohne Zuschlag
Insulinabhängiger Typ-1-Diabetes Wahrscheinliche Ablehnung Ablehnung Annahme ohne Zuschlag
Krebs in Remission < 5 Jahre Ablehnung Ablehnung Annahme ohne Zuschlag
Aktive Autoimmunerkrankung
Rheumatoide Arthritis, Crohn, Lupus
Ablehnung Ablehnung Annahme ohne Zuschlag
Herzinsuffizienz / kürzlicher Schlaganfall Ablehnung Ablehnung Annahme ohne Zuschlag

Richtwerte auf Basis von Praxiserfahrungen und Versichertenaussagen — 2026. Jeder Antrag wird vom medizinischen Berater des Versicherers individuell bewertet. Diese Daten stellen keine Entscheidungsgarantie dar.

Leistungsausschlüsse funktionieren anders als Risikozuschläge. Der Versicherer nimmt Sie zum Normaltarif auf, schließt aber die Erstattung für Ihre angegebene Erkrankung ausdrücklich aus. Beispiel: Sie geben Typ-2-Diabetes an, der Versicherer nimmt Sie mit „Diabetes ausgeschlossen » auf — alle Konsultationen, Medikamente und Komplikationen im Zusammenhang mit Diabetes werden niemals erstattet, aber alles andere (Zahn, Optik, Krankenhausaufenthalt aus einem anderen Grund) ist normal gedeckt. Diese Lösung ist oft weniger vorteilhaft als sie scheint: Sie zahlen Ihre volle Prämie, sind aber für Ihre Haupterkrankung nicht versichert. Die CMCM hingegen erstattet alles ohne Ausschlüsse.

Risikozuschläge summieren sich mit der Zeit. Ein Zuschlag von +30 % mit 35 Jahren stellt einen moderaten monatlichen Mehraufwand dar. Aber der Grundtarif steigt mit dem Alter — derselbe Zuschlag von +30 % mit 65 Jahren kann 40 bis 60 € pro Monat zusätzlich bedeuten. Über 30 Jahre kann ein dauerhafter Zuschlag einen sehr erheblichen kumulierten Mehraufwand gegenüber der CMCM darstellen, die niemals einen gesundheitsbedingten Zuschlag anwendet. Berechnen Sie die Gesamtkosten langfristig, bevor Sie einen von einem privaten Versicherer vorgeschlagenen Zuschlag akzeptieren.

Erkrankungen mit Ablehnungs- oder Zuschlagsrisiko

Nachfolgend finden Sie eine Richtwert-Klassifizierung von Erkrankungen nach ihrer wahrscheinlichen Auswirkung auf die Entscheidung des Versicherers. Diese Informationen basieren auf Praxiserfahrungen und können je nach Versicherer und Entwicklung Ihrer individuellen medizinischen Situation variieren.

Erkrankungen, die bei privaten Versicherern fast immer zur Ablehnung führen: insulinabhängiger Typ-1-Diabetes; aktiver Krebs oder jüngste Remission (weniger als 3 bis 5 Jahre, je nach Art und Stadium); schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinsuffizienz, kürzlicher Herzinfarkt, kürzlicher Schlaganfall, instabile Angina); aktive Autoimmunerkrankungen, die eine Biologika-Therapie erfordern (rheumatoide Arthritis, schwerer Morbus Crohn, systemischer Lupus erythematodes, schubförmige Multiple Sklerose); chronisches Nierenversagen im Endstadium (Dialyse, Nierentransplantation); fortgeschrittenes Leberversagen (dekompensierte Zirrhose, schwere aktive chronische Hepatitis); HIV im AIDS-Stadium; schwere psychiatrische Erkrankungen mit wiederholten Krankenhausaufenthalten.

Erkrankungen mit wahrscheinlichem Risikozuschlag (Annahme möglich, aber zu höherem Tarif): nicht insulinabhängiger Typ-2-Diabetes, auch wenn gut kontrolliert; erhebliche Adipositas (BMI über 35); fortgeschrittene COPD; alte, stabilisierte kardiovaskuläre Vorgeschichte (Herzinfarkt vor mehr als 5 Jahren, Stents, Koronararterien-Bypass); schwere behandelte Schlafapnoe; Epilepsie unter Behandlung; moderate COPD. Erkrankungen, die in der Regel mit einem geringen Zuschlag akzeptiert werden: kontrollierter Bluthochdruck unter einem Medikament; erhöhter Cholesterinspiegel unter Statinen; ausgeglichene Hypothyreose; leichtes oder moderates Asthma unter Langzeittherapie; aktives Rauchen; chronische unter Antidepressiva stabilisierte Depression.

Sonderfall: Krebs in Remission. Versicherer lehnen systematisch Antragsteller mit aktivem Krebs oder jüngster Remission (weniger als 3 Jahre) ab. Zwischen 3 und 5 Jahren vollständiger Remission können einige Krebsarten mit gutem Prognose mit einem hohen Zuschlag angenommen werden. Nach mehr als 5 Jahren vollständiger Remission ohne Rückfall oder Behandlung können einige Krebsarten mit anfänglich günstiger Prognose (Schilddrüse, Hoden, Melanom Stadium I) mit einem moderaten Zuschlag angenommen werden. Krebsarten mit ungünstiger Prognose bleiben oft auch nach mehreren Jahren der Remission ausgeschlossen. Die CMCM akzeptiert alle onkologischen Vorerkrankungen, unabhängig von Art, Stadium und Diagnosedatum, ohne Zuschlag und ohne Ausschlüsse.

So füllen Sie den Gesundheitsfragebogen richtig aus

Das korrekte Ausfüllen eines Gesundheitsfragebogens beruht auf drei Säulen: Aufrichtigkeit, Präzision und Vollständigkeit. Hier sind die wesentlichen Regeln, die Sie beachten sollten.

Alle diagnostizierten Erkrankungen angeben. Jede chronische Erkrankung, die von einem Arzt diagnostiziert und medizinisch behandelt wird, muss angegeben werden, auch wenn Sie sie als harmlos oder gut kontrolliert betrachten. Wenn Sie für eine Erkrankung täglich Medikamente einnehmen, muss diese Erkrankung in Ihrem Fragebogen erscheinen. Seien Sie präzise bei Datum und Behandlungen. Geben Sie das Diagnosedatum, die Medikamente mit ihrem genauen Namen, der Dosierung und Häufigkeit sowie den aktuellen Stand der Erkrankung an. Eine genaue Beschreibung beruhigt den Versicherer hinsichtlich der Stabilität Ihrer medizinischen Situation und kann den Unterschied zwischen einer Ablehnung und einer Annahme mit moderatem Zuschlag ausmachen.

Keine Routinekonsultationen ohne Diagnose angeben. Eine Konsultation zur Erneuerung einer Pille-Verschreibung, ein Jahres-Check-up ohne Befund oder ein Sportarzt-Attest sind keine zu deklarierenden „Erkrankungen ». Geben Sie nur Konsultationen an, die zu einer Krankheitsdiagnose oder der Verschreibung einer Dauerbehandlung geführt haben. Geben Sie beruhigende Belege an, wenn Sie eine Erkrankung melden. Ein aktuelles Attest Ihres Hausarztes, das bestätigt, dass Ihre Erkrankung „gut kontrolliert, bisher ohne Komplikationen » ist, kann die Entscheidung des Versicherers positiv beeinflussen. Erwähnen Sie auch aktuelle normale Analyseergebnisse (normaler Blutdruck, zufriedenstellender HbA1c-Wert, normales EKG usw.).

✅ Beispiel einer guten Erklärung

Frage: „Werden Sie derzeit wegen Bluthochdruck behandelt? »

Richtige Antwort: „JA. Diagnose: März 2020. Behandlung: Ramipril 5 mg 1×/Tag. Aktueller Blutdruck: 125/80 (kontrolliert). Letzte Kardiologie-Konsultation: Oktober 2026, keine Komplikationen festgestellt, normales EKG. Regelmäßige jährliche Kontrolle. »

Warum das funktioniert: aufrichtig, präzise und beruhigend. Der Versicherer kann eine Annahme mit geringem Zuschlag statt einer Ablehnung in Betracht ziehen.

❌ Beispiel einer schlechten Erklärung

Frage: „Werden Sie derzeit wegen Bluthochdruck behandelt? »

Falsche Antwort: „JA. Ich habe seit einigen Jahren etwas hohen Blutdruck. Ich nehme Medikamente dafür. »

Warum das problematisch ist: vage und ungenau. Der Versicherer weiß nicht, wie lange, welche Medikamente, welche Dosis, ob es kontrolliert ist. Wahrscheinliches Ergebnis: Anforderung weiterer Angaben (zusätzliche Verzögerung) oder vorsorgliche Ablehnung.

Versichererwechsel: neuer Gesundheitsfragebogen erforderlich?

Die Antwort hängt von der Art des geplanten Wechsels ab. Wenn Sie von einem privaten Versicherer zu einem anderen wechseln (z.B. von DKV zu Foyer), verlangt der neue Versicherer einen vollständigen Gesundheitsfragebogen, als würden Sie zum ersten Mal einen Antrag stellen. Sie werden anhand Ihres aktuellen Gesundheitszustands bewertet — wenn sich Ihre medizinische Situation seit Ihrem ursprünglichen Antrag verändert hat, kann das Ergebnis anders ausfallen (besser oder weniger günstig). Einige Versicherer können den Fragebogen vereinfachen, wenn Sie eine kontinuierliche, langjährige gleichwertige Deckung bei Ihrem vorherigen Versicherer nachweisen können, aber das liegt in ihrem Ermessen.

Wenn Sie von einem privaten Versicherer zur CMCM wechseln, wird niemals ein Gesundheitsfragebogen verlangt. Die CMCM stellt keine Fragen zu Ihrer Gesundheit, unabhängig von Ihrer bisherigen Geschichte. Achten Sie jedoch auf Wartezeiten: wenn dies Ihre erste CMCM-Mitgliedschaft ist, beträgt die Wartezeit 3 Monate. Wenn Sie früher schon CMCM-Mitglied waren, beträgt die Wartezeit bei der Wiederaufnahme 12 Monate für den Régime Commun und PrestaPlus sowie 36 Monate für Denta & OptiPlus. Wichtige Ausnahme: wenn Sie zum Zeitpunkt des CMCM-Beitritts noch bei Ihrem privaten Versicherer versichert sind und eine Bescheinigung des Konkurrenzversicherers vorlegen können, gilt keine Wartezeit. Wenn Sie von der CMCM zu einem privaten Versicherer wechseln, verlangt der neue Versicherer einen vollständigen Gesundheitsfragebogen. Wenn Sie während Ihrer CMCM-Mitgliedschaft eine Erkrankung entwickelt haben und der private Versicherer Sie ablehnt, müssen Sie zur CMCM zurückkehren. Wenn Ihr früherer CMCM-Vertrag bereits gekündigt wurde, gilt eine Wartezeit für die Wiederaufnahme (12 oder 36 Monate je nach Modul, es sei denn, Sie haben eine Bescheinigung über eine Konkurrenzdeckung). Dies ist das wesentliche Risiko, das Sie sorgfältig abwägen sollten, bevor Sie die CMCM verlassen.

Die CMCM verlassen: ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Ein häufiges Szenario: Sie sind seit mehreren Jahren bei der CMCM, sind bei guter Gesundheit, und eine Ihnen nahestehende Person schlägt vor, dass ein privater Versicherer bessere Leistungen bieten kann. Sie kündigen die CMCM, schließen bei DKV mit einem Zuschlag für Ihren leichten Bluthochdruck ab. Einige Jahre später entwickeln Sie einen Typ-2-Diabetes. Ihre Vertragsverlängerung ist gefährdet oder die Bedingungen verschlechtern sich. Sie möchten zur CMCM zurückkehren — sind aber zum Zeitpunkt des Antrags bei keinem Konkurrenzversicherer mehr versichert, sodass eine Wartezeit für die Wiederaufnahme gilt: 12 Monate für den Régime Commun und PrestaPlus, 36 Monate für Denta & OptiPlus. Die Entscheidung, die CMCM zu verlassen, sollte gut überlegt sein, besonders wenn Sie bereits Erkrankungen haben oder über 40 Jahre alt sind.

Häufig gestellte Fragen zum Gesundheitsfragebogen

Ist der Gesundheitsfragebogen für alle Zusatzkrankenversicherungen in Luxemburg obligatorisch?

Ja, alle privaten Krankenversicherer in Luxemburg (DKV, Foyer, AXA, Baloise) verlangen vor jedem individuellen Vertragsabschluss einen obligatorischen Gesundheitsfragebogen. Dieser Fragebogen bewertet Ihren Gesundheitszustand und bestimmt, ob Ihr Antrag angenommen, abgelehnt oder mit einem Risikozuschlag versehen wird. Die einzige Ausnahme ist die CMCM (Caisse Médico-Complémentaire Mutualiste), die niemals einen Gesundheitsfragebogen verlangt und alle Profile ohne medizinische Auswahl akzeptiert, unabhängig von Ihrer Erkrankung.

Was passiert, wenn ich in meinem Gesundheitsfragebogen lüge oder etwas weglasse?

Eine vorsätzliche Auslassung oder Falschangabe kann sehr schwerwiegende Folgen haben: rückwirkende Kündigung des Vertrags (als ob Sie nie versichert gewesen wären), Verpflichtung zur Rückerstattung aller bereits erhaltenen Leistungen, Einbehaltung der gezahlten Prämien durch den Versicherer und mögliche rechtliche Schritte wegen vorsätzlicher Falschangabe. Versicherer gleichen die angegebenen Informationen bei der Bearbeitung bedeutender Erstattungsanträge mit Krankendaten ab. Vollständige Offenlegung ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben — sie liegt auch langfristig in Ihrem Interesse. Wenn Sie an einer Erkrankung leiden, geben Sie diese ehrlich an oder wählen Sie die CMCM, die Sie ohne Fragebogen aufnimmt.

Was tun, wenn DKV meinen Antrag auf Zusatzkrankenversicherung ablehnt?

Wenn DKV (oder ein anderer privater Versicherer) Ihren Antrag ablehnt, ist die effektivste und sicherste Option, sofort bei der CMCM zu beantragen: garantierte Aufnahme ohne Fragebogen, kein Zuschlag, vollständige Deckung (Krankenhaus, Zahn, Optik je nach gewählten Modulen), mit einer Wartezeit von nur 3 Monaten bei der Erstmitgliedschaft. Wenn Sie früher schon CMCM-Mitglied waren, gelten Wartezeiten für die Wiederaufnahme (12 Monate für Régime Commun/PrestaPlus, 36 Monate für Denta & OptiPlus), es sei denn, Sie legen eine Bescheinigung des Konkurrenzversicherers vor. Wenn Ihre Erkrankung moderat ist (kontrollierter Bluthochdruck, Cholesterin, leichtes Asthma), können Sie auch einen anderen privaten Versicherer wie Foyer oder AXA versuchen, die etwas andere Kriterien haben. Wenn Sie jedoch an einer schweren Erkrankung leiden (insulinabhängiger Diabetes, onkologische Vorgeschichte, Herz-Kreislauf-Erkrankung), multiplizieren Sie Ihre Versuche nicht — die CMCM ist Ihre einzige tragfähige Option.

Muss ich meinen Bluthochdruck, meinen Cholesterin oder meine Hypothyreose angeben?

Ja, Sie müssen alle chronischen Erkrankungen angeben, die ärztlich diagnostiziert und medizinisch behandelt werden, auch wenn Sie sie als harmlos oder gut kontrolliert betrachten. Wenn Sie täglich ein Antihypertensivum (Ramipril, Losartan, Amlodipin…), Statine gegen Cholesterin (Tahor, Crestor…) oder Levothyrox gegen Hypothyreose nehmen → geben Sie diese Erkrankungen an. Das Weglassen behandelter chronischer Erkrankungen ist der häufigste Grund für eine rückwirkende Vertragskündigung. Die Auswirkung auf Ihre Prämie wird bei diesen Erkrankungen in der Regel moderat sein (Zuschlag von etwa +5 bis +20 %). Wenn Sie keinen Zuschlag wünschen, nimmt die CMCM Sie zum Standardtarif ohne Fragebogen auf.

Deckt die CMCM dasselbe ab wie private Versicherer?

Die CMCM deckt die wichtigsten Gesundheitskosten ab (Krankenhausaufenthalt, ambulante Versorgung bis zur Jahresobergrenze, Zahn, Optik), jedoch mit definierten Erstattungsobergrenzen und separat abzuschließenden Modulen. Der Régime Commun umfasst eine Jahresobergrenze von 2.500 € für ambulante Kosten und die Grundkrankenhausversorgung. Die Deckung kann bei einigen sehr spezifischen Positionen weniger umfangreich sein als bei den großzügigsten Tarifen privater Versicherer. Für Personen mit chronischen Erkrankungen bietet die CMCM jedoch einen entscheidenden Vorteil: kein Fragebogen, kein Zuschlag, keine Ausschlüsse — alle Erkrankungen, auch die schwersten, werden zu denselben Bedingungen wie bei einer völlig gesunden Person gedeckt. Das ist grundlegend anders als bei einem privaten Versicherer, der Ihren Antrag zwar annehmen, aber die Erstattung für Ihre Haupterkrankung ausschließen kann.

Müssen Neugeborene einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen?

Bei DKV Luxembourg kann ein Neugeborenes ohne Gesundheitsfragebogen aufgenommen werden, wenn der Antrag innerhalb von 2 Monaten nach der Geburt gestellt wird. Wenn Sie bei DKV versichert sind und ein Kind erwarten, beantragen Sie die Aufnahme Ihres Babys in den ersten Wochen nach der Geburt, um von dieser Ausnahme zu profitieren und jeden Gesundheitsfragebogen zu vermeiden, auch wenn das Kind neonatale Erkrankungen hat. Nach diesem 2-Monats-Zeitfenster wird ein Gesundheitsfragebogen verlangt. Bei der CMCM wird für Kinder niemals ein Gesundheitsfragebogen verlangt, unabhängig von Alter oder Gesundheitszustand.

Kann ich den Krankenversicherer wechseln, ohne einen neuen Gesundheitsfragebogen auszufüllen?

Jeder Wechsel zu einem privaten Versicherer (DKV, Foyer, AXA, Baloise) erfordert einen neuen vollständigen Gesundheitsfragebogen, als würden Sie zum ersten Mal einen Antrag stellen. Wenn Sie hingegen von einem privaten Versicherer zur CMCM wechseln, wird niemals ein Fragebogen verlangt. Bei einer Erstmitgliedschaft bei der CMCM beträgt die Wartezeit 3 Monate. Wenn Sie früher schon CMCM-Mitglied waren, gelten Wartezeiten für die Wiederaufnahme je nach Deckung. Wenn Sie die CMCM zugunsten eines privaten Versicherers verlassen, bedenken Sie das Risiko sorgfältig: wenn der neue Versicherer Sie ablehnt, müssen Sie mit einer Wartezeit zur CMCM zurückkehren. Wägen Sie diese Entscheidung sorgfältig ab.

Was sind die Wartezeiten bei der Wiederaufnahme bei der CMCM nach einer Kündigung?

Die Wartezeiten für die Wiederaufnahme bei der CMCM variieren je nach Deckung: 12 Monate für den Régime Commun und PrestaPlus, 36 Monate für Denta & OptiPlus. Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: wenn Sie eine Bescheinigung besitzen, dass Sie zum Zeitpunkt Ihrer Wiederaufnahme bei der CMCM Mitglied bei einer anderen Gegenseitigkeitsversicherung oder einem Konkurrenzversicherer waren, gilt keine Wartezeit. In der Praxis: wenn Sie direkt von Ihrem privaten Versicherer zur CMCM wechseln (Ihr vorheriger Vertrag ist noch aktiv oder gerade abgelaufen), legen Sie Ihre frühere Mitgliedschaftsbescheinigung vor und Sie sind sofort gedeckt (ohne Wartezeit). Die Wartezeit gilt nur für Personen, die zwischen ihrer früheren Mitgliedschaft und der Wiederaufnahme bei der CMCM eine Versicherungslücke hatten.

Wie lange bewahrt der Versicherer meinen Gesundheitsfragebogen auf?

Der Versicherer bewahrt Ihren Gesundheitsfragebogen während der gesamten Vertragslaufzeit und darüber hinaus gemäß den in Luxemburg geltenden Archivierungspflichten auf. Dieses Dokument kann vom medizinischen Dienst des Versicherers jederzeit eingesehen werden, insbesondere bei der Bearbeitung bedeutender Erstattungsanträge. Ihre Gesundheitsdaten sind durch das Arztgeheimnis und die DSGVO geschützt — der Versicherer darf sie ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an andere Versicherer oder Dritte weitergeben. Jeder Versicherer verwahrt seinen eigenen Fragebogen in seinen Archiven: wenn Sie den Versicherer wechseln, hat der neue Versicherer keinen Zugriff auf den beim vorherigen Versicherer ausgefüllten Fragebogen.

Ist es möglich, eine Zusatzkrankenversicherung ohne Gesundheitsfragebogen zu erhalten, außer über die CMCM?

Ja, in bestimmten spezifischen Situationen. Betriebliche Gruppenverträge (Ihr Arbeitgeber schließt einen Gruppenvertrag für alle Mitarbeiter ab) ermöglichen in der Regel den Beitritt ohne individuellen Gesundheitsfragebogen. Berufliche Gruppenverträge (Berufsverbände, Vereine) sehen manchmal eine Aufnahmeperiode ohne Fragebogen vor. Die Aufnahme eines Neugeborenen bei DKV innerhalb von 2 Monaten nach der Geburt ist eine bekannte Ausnahme. Außerhalb dieser Fälle bleibt die CMCM für Einzelverträge die einzige Option, die eine Aufnahme ohne Gesundheitsfragebogen garantiert.

Führt ein Krebs in Remission automatisch zu einer Ablehnung?

Aktiver Krebs führt bei allen privaten Versicherern zu einer systematischen Ablehnung. Bei vollständiger Remission hängt die Entscheidung von der verstrichenen Zeit, der Art des Krebses und seiner anfänglichen Prognose ab. Als Faustregel gilt: weniger als 3 Jahre Remission = systematische Ablehnung. Zwischen 3 und 5 Jahren können einige Krebsarten mit guter Prognose mit einem hohen Zuschlag angenommen werden. Nach mehr als 5 Jahren vollständiger Remission ohne Rückfall können einige Krebsarten mit anfänglich günstiger Prognose (Schilddrüse, Hoden, Melanom Stadium I) mit einem moderaten Zuschlag angenommen werden. Die CMCM akzeptiert alle onkologischen Vorerkrankungen bedingungslos, ohne Zuschlag und ohne Ausschlüsse — sie ist oft die einzige zugängliche und am besten geeignete Option für Personen mit Krebsvorgeschichte.