Die Preise fallen, die Geschwindigkeiten explodieren: Der luxemburgische Telekom-Markt erlebt einen historischen Wandel. Das ist das Ergebnis unseres neuesten Switchr.lu-Telekom-Barometers.
Zusammengefasst:
- Der Durchschnittspreis für einen 1-Gbit/s-Internetvertrag fällt in Luxemburg in drei Jahren um 23%, Dies entspricht der allgemeinen Inflation, die in allen anderen Sektoren herrscht.
- Der Unterschied zwischen dem teuersten und dem billigsten Angebot bricht von 67€ auf nur 20€ ein, Die Kabelnetzbetreiber unterbieten die Preise, während die Glasfasernetzbetreiber mit höheren Übertragungsraten reagieren.
- Der Markt behält seine luxemburgischen Besonderheiten mit der Verpflichtung, das Modem zu mieten, variablen Einrichtungsgebühren und einer systematischen 24-monatigen Bindung., Im Jahr 2026 sollte die Demokratisierung von 2 Gbit/s in Standardangeboten ohne weitere strukturelle Preissenkungen erfolgen.
Inhaltsverzeichnis
Innerhalb von drei kurzen Jahren ist der Durchschnittspreis für einen 1-Gbit/s-Internetvertrag in Luxemburg um fast ein Viertel gesunken. Im Gegensatz zu einer Zeit, in der alle Preise und Löhne gestiegen sind. Die Telekom-Branche erlebt seither eine stille, aber spektakuläre Revolution. Und das ist ein schwaches Wort.
Ein beispielloser Preissturz
Die Zahlen des jüngsten Switchr.lu-Barometers sprechen eine deutliche Sprache: die durchschnittlichen Kosten für einen 1-Gbit/s-Internetvertrag fielen von 72,78€ auf 53,98€ pro MonatDas entspricht einem Rückgang von 23% in nur drei Jahren. Für den traditionell stabilen und wettbewerbsarmen luxemburgischen Markt ist dies ein Erdbeben.
Dieser Wandel kommt nicht von ungefähr. Seit 2024 liefern sich die Betreiber einen beispiellosen Preiskampf, der die Gewohnheiten einer Branche umkrempelt, die lange Zeit vor einem harten Wettbewerb geschützt war.

Wenn der Wettbewerb tobt
Der auffälligste Indikator für diese Intensivierung? Der Abstand zwischen dem teuersten und dem billigsten Angebot auf dem Markt. Er ist buchstäblich zusammengebrochenDie monatliche Rente wird von 67 € im Jahr 2022 auf nur 20 € im Jahr 2025 sinken.
Dieser Kampf wird an zwei unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Fronten ausgetragen:
- Auf der einen SeiteDie Kabelnetzbetreiber haben das Gleichgewicht gestört, indem sie die Preise unterboten. Aufgrund ihrer schlankeren Kostenstrukturen können sie bei den Preisen besonders aggressiv vorgehen.
- Von der anderenIn den letzten Jahren haben die Glasfaseranbieter mit technologischen Innovationen und Margeneinschnitten gegengesteuert. Was ist ihre Strategie? Sie bieten immer schwindelerregendere Geschwindigkeiten an: 1 Gbit/s, dann 2 Gbit/s, bis hin zu 8,5 Gbit/s heute.
Die Ultra-Breitband-Revolution
Dieses technologische Wettrüsten schafft eine bemerkenswerte Wertwahrnehmung. Wie Yacine Sahnoune, CEO von Switchr.lu, erläutert : "Für durchschnittlich 53 €/Monat bekommen Sie heute mindestens eine 1-Gbit/s-Verbindung. Vor drei oder vier Jahren hatten Sie für denselben Preis 500 Mbit/s ... bestenfalls!"
Hinter diesen beeindruckenden Zahlen verbirgt sich jedoch ein faszinierendes luxemburgisches Paradoxon: Während 83,8% der Einwohner Zugang zu sehr schnellen Glasfaseranschlüssen haben, verfügen nur 17,4% tatsächlich über eine Verbindung mit 1 Gbit/s oder mehr (siehe die letzter ILR-Bericht).
Die Mehrheit der luxemburgischen Internetnutzer surft immer noch zwischen 100 und 500 Mbit/s.
Ein Markt mit anhaltenden Besonderheiten
Trotz dieser Tarifrevolution behält Luxemburg seine lokalen Besonderheiten bei. Die Verbraucher müssen sich weiterhin mit :
- Die Verpflichtung, sein Modem zu mieten oder zu kaufen (5-7€/Monat)
- Unterschiedliche Einrichtungsgebühren nach Betreibern
- Eine systematische Verpflichtungsdauer von 24 Monaten für die Faser
Diese Besonderheiten führen trotz der Bemühungen um eine Tarifangleichung noch immer zu einem deutlichen Unterschied zu unseren Nachbarn in Frankreich und Belgien.
Was erwartet uns 2026?
Es ist zu erwarten, dass die Werbeaktionen intensiver werden und der in jedem Abonnement angebotene Wert z. B. durch zusätzliche Optionen oder angebotene Zusatzkosten steigt.
Auch eine wichtige technologische Entwicklung zeichnet sich ab: die Demokratisierung von 2 Gbit/s in StandardangebotenDas bedeutet, dass 1 Gbit/s nur noch in Einstiegspaketen verfügbar ist.
Eine weitere strukturelle Preissenkung scheint jedoch schwer vorstellbar zu sein. Die Betreiber haben mit hohen Strukturkosten zu kämpfen, die insbesondere mit den Netzgebühren und einer in Luxemburg ansässigen Lohnsumme zusammenhängen.
Die eigentliche Schlacht um das luxemburgische Internet beginnt jetzt.
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Quelle: Switchr.lu-Telekom-Barometer 2022-2025, Studie über rund 20 Angebote der 5 größten Internetanbieter in Luxemburg.






